Die Gärtnerei der NRD gedeiht

10.12.2025 NRD.de

Die Gärtnerei der NRD gedeiht

Im Dezember 2025 herrscht auf der Großbaustelle der NRD auf dem Hofgut Oberfeld reges Treiben: Mehrere Gewerke und das Gärtnerei-Team der NRD arbeiten gleichzeitig daran, die neue inklusive Zierpflanzen-Gärtnerei fertig zu stellen. Die beiden Gewächshäuser stehen, der Innenausbau des Sozialgebäudes nimmt zunehmend Form an, und auch die Außenanlagen entstehen Schritt für Schritt. Die Vorfreude auf die baldige Eröffnung wächst unter den Beschäftigten, die mit Herzblut an diesem Projekt mitwirken.

Der Bau der neuen Gärtnerei liegt voll im Plan. Neben den 27 Menschen mit Unterstützungsbedarf und dem vierköpfigen NRD-Team – Anselm Kubicek, Eva Guttandin, Lara-Sophie Elliott und der Auszubildenden Emma Hiepler – tragen auch Tapezierer, Trockenbauer, Spachtel-Experten, Heizungsbauer, Elektriker und Pflasterer ihren Teil dazu bei, dass die neue Gärtnerei bald Realität wird.

Eine der zentralen Aufgaben des NRD-Teams besteht darin, die rund 11.000 Pflanzen auf dem knapp 4.000 Quadratmeter großen Gelände von einem Platz zum anderen zu schleppen, zu schieben oder zu rollen. Mal stören die Pflanzen hier, mal stehen sie dort im Weg, vor allem bei den Pflasterarbeiten. Denn logisch – gepflastert werden kann nur dort, wo nichts steht.

Die Einfahrt der neuen Gärtnerei ist bereits "abgesteckt". (alle Fotos: NRD)
Die Einfahrt der neuen Gärtnerei ist bereits "abgesteckt". (alle Fotos: NRD)

Die alte Gärtnerei: Ein Kapitel geht zu Ende

Der Umzug der Pflanzen von der alten Gärtnerei in die neue Anlage war notwendig, um im straffen Zeitrahmen des Projekts voranzukommen. Am 28. November 2025 wurde die alte NRD-Gärtnerei in Nieder-Ramstadt an den Bauherrn übergeben und ist nun nach über 40 Jahren Geschichte. Strom, Wasser und Wärme sind abgestellt, und der Abriss steht bevor. Auf dem ehemaligen Gelände wird ab Februar 2026 im Zuge des Wohngebiets „Am Dornberg“ Neues entstehen.

Anselm Kubicek, Teamleiter der NRD-Gärtnerei, betont: „Alle arbeiten sehr gut zusammen. Sie sind stets hilfsbereit, auch gegenüber den Beschäftigten, und denken mit. Wenn etwas im Plan nicht logisch erscheint, kommen sie auf mich zu und schlagen Alternativen vor.“ Besonders freut sich Kubicek über die reibungslose An- und Abreise der Beschäftigten – teils mit öffentlichen Verkehrsmitteln, teils mit dem Fahrdienst oder zu Fuß. „Das funktioniert seit dem ersten Tag ohne Probleme. Wir haben die Anreise jedes Einzelnen im Vorfeld genau geprobt. Das hat viel Zeit gekostet, aber es hat sich absolut gelohnt.“

Die Beschäftigten werden nicht nur auf der Baustelle gefordert. Im NRD-Bildungshaus erhalten sie praxisnahe Schulungen, unter anderem im Umgang mit Kunden. „Die Schulungen werden sehr gut angenommen“, berichtet Kubicek. „Die Beschäftigten freuen sich darauf, bald wieder mit Kunden in Kontakt zu treten. Sie sind stolz darauf, Teil dieses Projekts zu sein.“ Ein Beispiel für die positive Einstellung: Kürzlich kam ein Klient auf Kubicek zu und sagte, dass es in der alten Gärtnerei „nie so schön gewesen ist wie hier“.

Die Technik funktioniert, doch diese Pflanzen stehen hier nur vorläufig drinnen.
Die Technik funktioniert, doch diese Pflanzen stehen hier nur vorläufig drinnen.

Zielgerichtet zum Jahresende

Die Baustelle zeigt typische Merkmale eines Großprojekts: Ein Bauwagen dient als provisorische Toilette, das hintere Gewächshaus wird als Umkleideraum genutzt, und das Mittagessen wird täglich vom Caterer geliefert und gemeinsam auf improvisierten Tischen eingenommen. Der Zaun, der bei den Social Days imSeptember in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Darmstadt begonnen wurde, umschließt mittlerweile fast das gesamte Gärtnerei-Gelände. Mit 100 aufgestellten Zaunelementen und 250 Säcken Zement ist ein großer Teil bereits erledigt. Die letzten neun Elemente werden in Kürze montiert, damit dann auch die Hecke komplettiert werden kann.

Das Foliengewächshaus und das zweischiffige Gewächshaus erinnern derzeit eher an einen Dschungel: Zwischen den zahlreichen Pflanzen, Bäumchen und Hecken, die dicht an dicht stehen, herrscht reges Durcheinander. Sie warten darauf, an ihren endgültigen Platz verschoben zu werden – eine Arbeit, die viel Geduld und Zeit erfordert. Besonders herausfordernd wird dies durch die häufigen Unterbrechungen der Arbeiten.

„Aktuell ist es schwer, sich auf eine Sache zu konzentrieren“, erklärt Kubicek. „Wir müssen sehr flexibel bleiben. Oft müssen wir Dinge zweimal in die Hand nehmen – aber das gehört dazu.“ Trotz des hektischen Baustellenalltags bleibt das Wohl der Beschäftigten stets im Fokus. So haben sie auch in diesem Jahr wieder Adventskränze gewickelt und Gestecke gefertigt, um nicht aus der Übung zu kommen.

Diese Pflanzen warten darauf, eingepflanzt zu werden. Zu erkennen : Die bereits gesäte Blumenwiese auf einer Breite von ca einem Meter auf der anderen Seite des Zauns. Sie wird zur Eröffnung der neuen Gärtnerei blühen.
Diese Pflanzen warten darauf, eingepflanzt zu werden. Zu erkennen : Die bereits gesäte Blumenwiese auf einer Breite von ca einem Meter auf der anderen Seite des Zauns. Sie wird zur Eröffnung der neuen Gärtnerei blühen.

Feierliche Eröffnung in 2026

Für 2026 ist die feierliche Eröffnung der neuen Gärtnerei geplant. Auch wenn bis dahin nicht alles fertiggestellt sein wird, werden die Tulpen und Narzissen, die die Beschäftigten kürzlich vor dem Zaun gepflanzt haben, in voller Blüte stehen. Der Weg der NRD-Gärtnerei ist ein kontinuierlicher Prozess – doch sie ist auf einem hervorragenden Kurs, ein bunter, lebendiger und inklusiver Ort zu werden.


Bild ganz oben: Das ist der aktuelle Stand der gesamten neuen inklusiven Zierpflanzen-Gärtnerei der NRD im Dezember 2025. Diese Drohnenaufnahme stammt von Teamleiter Anselm Kubicek. Links das Sozialgebäude, mittig das zweischiffige Gewächshaus, rechts das Foliengewächshaus. Überall stehen Pflanzen, die nach und nach dem Ort ihrer Bestimmung  zugeführt werden.

Die improvisierten Toiletten wurden mit einem selbst gefertigten Kunstwerk verschönert.
Die improvisierten Toiletten wurden mit einem selbst gefertigten Kunstwerk verschönert.
Überall helfen Beschäftigte, ihren künftigen Arbeitsplatz zu realisieren.
Überall helfen Beschäftigte, ihren künftigen Arbeitsplatz zu realisieren.
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